Harzer Modellbahnzentrum
| Auszug aus mbz Heft 5 | |
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Anlagencharakteristik
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Bauzeit:
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2200Std.
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Größe:
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7,5 x 1,5m = 11,25m²
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Form:
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Rechteck aus
3 Modulen |
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Anlagenhöhe:
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80cm
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Baugröße:
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1/160
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System:
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Gleichspannung
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Vorbild:
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Rheintal
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Unterbau:
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offene Rahmenbauweise
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Landschaft:
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Fliegengitter, Gips
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| Strecken: |
zusammengelegte Ovale
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| Gleislänge: |
ca. 95m
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| Weichen |
42 Stück
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| Gips: |
ca. 100kg
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| Fliegengitter: |
20m²
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| Schattenbahnhöfe: |
4
je 5 Gleise |
| Züge: | 20 Stück |
| Gesamte Anlage von der Seite gesehen. |
| Blick zur großen Rheinbrücke über die Altstadt hinweg. |
| Rhein, Schiffe und natürlich darf der Mäuseturm nicht fehlen. |
| Früher Wachposten in den Weinbergen von Heute. Übrigens die Weinstöcke wurden aus 3000 behandelten Stecknadeln hergestellt! |
| Auszug aus mbz Heft 5 |
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Bei Schauanlagen vermißt man in vielen Fällen die Realistik. Bei dieser großen Anlage ist das aber anders, denn der Erbauer hat hier die Wirklichkeit sehr gut in den N-Maßstab umgesetzt, ohne die Detaillierung aus den Augen zu verlieren.
Im Prinzip wurden die beiden Seiten des Rheintales dargestellt, wobei der Fluß vom Vordergrund schräg zum Hintergrund verläuft und der Betrachter quasi von einem Seitental in das Rheintal blickt. Die Uferhänge in diesem Bereich daher parallel zur Vor-derkante verlaufen und vom Fluß hier durchtrennt werden, eine ziemlich raffinierte Anordnung, die so mancher Modelleisenbahnfreund sich merken sollte. Damit bilden die Hänge und Weinberge gleichzeitig auch den Hintergrund und die Landschaft steigt nach hinten an, was zu beachtlicher Anlagentiefe und einem enormen Blickfeld führt. Aus dem fünfgleisigen Schattenbahnhof kommend, taucht der Zug am rechten Anlagenende aus dem Tunnel auf und fährt gleich in den Bahnhof ein, der auf halber Höhe liegt. Am Hang entlang erreicht der Zug bald die Rheinbrücke aus Fachwerkbogen, überquert den ziemlich breiten Rhein, um dann wiederum an den Weinbergen entlang den linken Anlagenrand zu erreichen. Dort verschwindet der Zug wieder im Berg und fahrt dort drinnen in einen weiteren Schattenbahnhof ein. Die zweigleisige Strecke erscheint nur im sichtbaren Bereich zweigleisig, ist in Wirk-lichkeit aber ein riesiges Oval, dessen Gleis ganz nah zusammen gelegt wurde. Dort, wo die Enden des Ovals liegen wurden die Schattenbahnhöfe integriert. Durch diesen Trick wird ein vorbildlicher Zugverkehr erreicht, denn der Betrachter sieht den Zug auf dem rechten Gleis des Bahnhofs nach rechts ausfahren und ihn später auf dem linken Gleis ebenfalls von rechts wieder kommen. Tatsächlich fahren die Züge aber nur im Kreisverkehr. |
| Burg von der anderen Seite gesehen |
| Immer wenn ich komme ist die Schranke zu .... |
| Ein Fahrgast an der Anlegestelle |
| Auszug aus Eisenbahn Journal Band 15 |
| Der Firma Arnold in Mühlhausen gebührt der Ruhm, vor fast 40 Jahren eine kleine Modelleisenbahn kreiert zu haben, die kurz nach Erscheinen die international eingeführte Bezeichnung N (N steht hier für die Spurweite von Neun Millimetern) erhielt. Als Baumaßstab dieser Modelle wurde ein Verhältnis von 1:160 errechnet. In dieser Baugröße entstand von Edgar Mayer eine überzeugende Modellbahn-Anlage mit dem Thema „Loreley". Mit dieser gelungenen Motivwahl wurde zwei - von Insidern alswohl schönste bezeichnete - Eisenbahnstrecken in Deutschland ein bleibendes Denkmal gesetzt. |
| Der 'Blickfang' |
| Auszug aus Eisenbahn Journal Band 15 |
| Hier muß man sich wirklich etwas Zeit nehmen, um die vielen Einzelheiten und Szenarien gebührend zu würdigen. Der Hintergrund der Anlage wird durch großzügig angelegte und liebevoll durchgestaltete Weinhänge gebildet, die dem Besucher sofort das Flair des Rheintals mit seinen steilen Weinanbaugebieten nahe bringen. Zwei dem Vorbild täuschend echt nachge-staltete Tunnelportale an der linken Anlagenseite bilden den Ausgangspunkt für die beiden Bahnstrecken, die in verschiedenen Höhenlagen zum Vorder- und Mittel-grund der Anlage führen. Die optische Trennung der Streckenführung bildet ein Flußtal. Eine augenscheinlich noch aus den Frühtagen der Eisenbahn stammende Steinbogenbrücke führt die vordere Trasse über den Fluß. Unterhalb des Brückenbauwerks befindet sich eine schon recht betagte Sägemühle, deren durch einen Mühlgraben betriebene Sägegatter die Pferdefuhrwerken angelieferten Stämme, Brettern und Bohlen verarbeiten. Nach Überwinden der Steinbrücke erreicht die Strecke einen kleinen Bahnhof, der mit seinen zwei Durchgangsgleisen und einem Güter-Stumpfgleis allen betrieblichen Anforderungen genügt. Die nach Austritt aus dem Tunnel am Hang verlaufende hintere Trasse weist streckenweise imposante Stützmauern auf, die Abrutschen des Hanges auf das darunter gelegene Planum verhindern sollen. |
| Perfekt inzenierte Landschaftsgestaltung. |
| Im Wasser des Zulaufs spiegelt sich die Steinbogenbrücke. |
| Am anderen Ufer sind die Stützmauern zu erkennen die ein Abrutschen verhindern. |
| Weinstädtchen, mit imposantem Stadttor. |
| Auszug aus Eisenbahn Journal Band 15 |
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Unterhalb halb der Stützmauer liegt ein kleines Weinstädtchen mit den typischen Fachwerkhäusern dieser Gegend und einem unter Denkmalschutz stehenden Torturm, der einst die mittels einer Steinbogenbrücke über den Fluss geführte Straße sicherte. Eine Schaf-herde wird gerade hindurch getrieben, was dem in diesen Jahren noch recht spärlichen Straßenverkehr kaum Probleme bringen wird. An dieser Straße wurde nach Fertig-stellung der Bahnlinie der Bahnhof des kleinen Städtchens errichtet. Daneben thronen die Reste einer mittelalterlichen Burganlage, die aber augenscheinlich auch heute noch teilweise bewohnt ist. Der ehemalige Burgplatz wird nun für einen Wochenmarkt genutzt.
Die hintere Strecke am Hang erreicht im Mittelteil der Anlage einen durch einen Tunnel bezwungenen felsigen Durchbruch und führt anschließend mittels einer gewaltigen Brücken-konstruktion über den Rhein, de-ren Länge mühelos einen D-Zug mit Loko-motive und achtvierachsigen Durch-gangswagen aufnehmen kann. Eine Burgruine aus uralten Tagen thront auf der Bergnase hoch über dem Strom. Hinter einem Mittelpfeiler der Eisen-bahnbrücke umspült das Wasser eine flache Insel im Strom, auf der man ein sehr typisches Bauwerk des Rheins, nämlich den bekannten Mäuseturm im Binger Loch, erkennen kann. Dieser Land-schaftsteil könnte mit etwas Fantasie - und welcher Modell-eisenbahner hat die nicht? - der Einmündung der Nahe in den Rhein bei Bingerbrück zugeordnet werden. Die bereits erwähnte Steinbrücke mit ihrem Torturm über die Nahe könnte dann durchaus... |
| Die heute noch bewohnte Burganlage. |
| Hinterm Bahnhof Weinberge....Prost.. |
| Schiff unter Kastenträgerbrücke |
| Auszug aus Eisenbahn Journal Band 15 |
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...die älteste Brücke dieser Bauart in Deutschland, die Drususbrücke, darstellen. Nach Verlassen des Bahnhofs passieren die Streckengleise, parallel zum Nebenfluß verlaufend, die Gemäuer der altenBurganlage, um in Höhe der Flußmündung ebenfalls den Strom zu erreichen. Das folgende imposante Bauwerk über den Rhein wurde als stählerne Kastenträger-brücke mit einer Länge von über 120cm ausgeführt und dürfte damit wohl noch der Zeit des Bahnbaus stammen.
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| Die Anlage ist mittlerweile in privater Hand. |